Vielfalt - Natur kennt keine Grenzen

Der Naturpark Nagelfluhkette beherbergt auf einer verhältnismäßig kleinen Fläche eine große Anzahl unterschiedlicher Lebensräume und speziell daran angepasster Pflanzen- und Tierarten. Man spricht auch von einer hohen Biodiversität. Gemäß einer groß angelegten internationalen Studie, die im Auftrag des WWF und des Netzwerks der Alpinen Schutzgebiete durchgeführt wurde, gehört der Naturpark, gemeinsam mit dem Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen und den Lechtaler Alpen zu einem der sogenannten Hot Spots der Artenvielfalt im Alpenraum. Er eignet sich somit besonders als Schwerpunktgebiet für Schutzmaßnahmen.

Die hohe Biodiversität hat mehrere Ursachen:


• Der große Höhenunterschied zwischen den Tälern beziehungsweise Schluchten und den Berggipfeln. Jedes Höhenstockwerk hat seine typischen, daran angepassten Arten.


• Die geologische Vielfalt. Insbesondere das enge Nebeneinander aus kalkhaltigem und kalkfreiem Gestein fördert die Biodiversität, da es speziell angepasste kalkliebende und kalkmeidende Arten gibt.


• Die Bewirtschaftung der Flächen durch den Menschen. Dadurch sind im Laufe der Jahrhunderte neue, artenreiche Lebensräume entstanden. Es haben sich viele sogenannte Grenzlinien herausgebildet, die Lebensräume miteinander verbinden, wie zum Beispiel die Waldränder zwischen den gerodeten Alpflächen und dem Bergwald.