Klima

Am äußersten Alpennordrand sind Staulagen häufig, bei denen sich die Wolken an der ersten großen Barriere regelrecht ausregnen. Die Niederschlagsmengen sind entsprechend hoch. In den Hochlagen betragen sie über 2.500 mm / Jahr. Dies entspricht gut dem vierfachen des Niederschlags, der zum Beispiel in Wien fällt (600 mm / Jahr).

 Wer aber glaubt, der Naturpark wäre ein „Regenloch“, der täuscht sich. Auch was die Zahl der Sonnenstunden pro Jahr betrifft, liegt das Gebiet im Spitzenfeld. Was im Jahresverlauf so gut wie fehlt, sind kalte, feuchte Nebeltage. Im Winterhalbjahr sorgen immer wieder sogenannte Inversionswetterlagen für viel Sonnenschein. Dann ist es in den Bergen sonnig und warm, während sich in den Tälern die feuchte Kaltluft sammelt und sich Nebel bildet. Gemeinsam mit dem „Föhn“ genannten Wetterphänomen, ein am Alpenrand auftretender warmer und trockener Fallwind sowie den großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht sind alle Voraussetzungen für ein die Gesundheit förderndes Reizklima vorhanden. Die klare Sicht bei Föhnwetter sorgt zudem für unvergessliche Ausblicke bei Bergwanderungen.

Die Jahresdurchschnittstemperatur ist der Höhenlage entsprechend eher gering. Sie lag zwischen 1961 und 1990 auf 800 Meter Höhe bei durchschnittlich 6,3 °C. Im Vergleich dazu betrug sie im selben Zeitraum in München (519 m) immerhin 9,1 °C. Bedingt durch den Klimawandel steigen allerdings auch im Naturpark die Jahresmitteltemperaturen an. In den kommenden Jahren werden die an gewisse Höhenlagen angepassten Tier- und Pflanzenarten wohl ebenso nach oben wandern wie bestimmte Bewirtschaftungsweisen.