Helvetikum - Die schroffen Kalksteinwände

An Besler (1.679 m) und Hohem Ifen bestimmen plötzlich große senkrechte Steilwände aus kreidezeitlichem Kalkstein die Szenerie. Sie gehören der geologischen Einheit „Helvetikum“ an, die nur etwa 8 % der Naturparkfläche einnimmt. Das Relief wird durch den Wechsel von Schrattenkalkbänken, die für die Steilwände verantwortlich sind, und schiefrig mergeligen Schichten, den sogenannten Drusbergschichten, bestimmt.

Während der Schrattenkalk bei der Verwitterung senkrechte Klüfte bildet („Karren“), in denen das Wasser ungehindert abfließt und so zu oberflächiger Trockenheit sowie zur Verkarstung führt, setzen die Drusbergschichten bei der Verwitterung ihre hohen Ton- und Mergelanteile frei und bilden wasserstauende Schichten aus. Diese werden alpwirtschaftlich genutzt. Schrattenkalk und Drusbergschichten sind vor etwa 120 bis 130 Millionen Jahren als Meeresablagerung in einem warmen Flachwasserbereich entstanden. Besonders der Schrattenkalk ist reich an Fossilien. Mit etwas Glück lassen sich Schnecken, Muscheln oder Korallen finden.