Flysch - Die sanften Formen im Naturpark

Im Südosten schließen sich an die Molassezone die Flyschberge an. Sie weisen keine vergleichbare Rippenstruktur auf, da kaum größere Felswände in Erscheinung treten und sind deshalb meist sanft und gleichmäßig geformt. Die Berge werden aus wasserstauendem Ton-, Mergel- und Sandsteinen aufgebaut, die leicht verwittern und Hangrutschungen begünstigen. Darauf weist der Name „Flysch“ hin, der aus dem Schweizerischen stammt und „Das Fließende“ bedeutet. Der große Rutsch am Rindberg bei Sibratsgfäll ist ein aktuelles Zeugnis dieser für den Menschen bedrohlichen Eigenschaft.

Der Flysch ist im Naturpark weit verbreitet. Er nimmt etwa 24 % der Fläche ein. Die vielgestaltigen Gesteine sind unterschiedlichen Alters. Die Hörnergruppe wird aus etwa 85 bis 90 Millionen Jahre alten Schichten aufgebaut. Die Berge rund um den Feuerstätter Kopf sind jünger. Sie bestehen aus sogenanntem Wildflysch, der etwa 50 bis 60 Millionen Jahr alt ist. Allen Flyschgesteinen ist gemeinsam, dass sie als ehemalige Tiefseesedimente recht homogen aufgebaut und meist kalkfrei sind. Sie enthalten zudem kaum Fossilien. Bedingt durch einen hohen Tonanteil verwittern die Flyschgesteine vielerorts zu wasserstauenden Böden. Entsprechend weit verbreitet sind deshalb Moore und Feuchtwiesen.