Holz aus unseren Wäldern

Neben der Alpwirtschaft prägt die Forstwirtschaft das Erscheinungsbild des Naturparks – standortgerecht und behutsam. Die Holzwirtschaft hat im Gebiet eine lange Tradition. Die verarbeitenden Betriebe haben eine hohe Kompetenz erworben, die sie auch auf überregionalen Märkten konkurrenzfähig machen. Insbesondere im Vorderwald hat die Holzbaukunst zu zahlreichen, weithin beachteten Bauwerken geführt. Auch beim Neubau des Naturparkinformationszentrums im AlpSeeHaus in Bühl bei Immenstadt wurde streng auf die Verwendung heimischen Holzes geachtet.

Plenterwaldwirtschaft

In weiten Teilen des österreichischen Vorderwalds wurde sorgsamer mit dem Wald umgegangen. Die dort praktizierte Plenterwaldwirtschaft, also die gezielte Entnahme einzelner Stämme, hat schon immer verhältnismäßig naturnahe Waldbilder erhalten.

Zurück zum Artenreichtum

Die Forstwirtschaft hat in den letzten gut 100 Jahren insbesondere im Allgäuer Teil des Naturparks die Fichte stark bevorzugt. Sie galt lange als Brotbaum der Bauern. Bedingt durch den hohen Anteil an bäuerlichem Privatwald und dem ehemals großen Bedarf an Holz, zum Beispiel für die Eisenverhüttung, wurde der natürliche Bergmischwald auf weiten Flächen in monotone, artenarme Fichtenforste umgewandelt. Auch der lange Zeit zu hohe Besatz an Schalenwild hat die Fichte gefördert. Damit der Wald seine Schutzfunktion in steilen Hanglagen auch in Zeiten des Klimawandels erfüllen kann, wird heutzutage der Umbau zu einem artenreichen Bergmischwald vorangetrieben.