Geologie und Geomorphologie des Gebiets

Wie der Name „Nagelfluhkette“ schon erahnen lässt, spielt die Geologie im Naturpark eine große Rolle. Das Nagelfluhgestein ist Teil der Molasse, einer von drei, räumlich voneinander getrennten, geologischen Einheiten, aus denen die Berge des Gebiets aufgebaut sind. Südlich der Molasse schließen sich die Flyschzone und die Kalkberge des Helvetikums an.

Jede geologische Einheit verleiht dem Naturpark ein unverwechselbares Gesicht. In der Molassezone prägen große Nagelfluhfelsbänke das Landschaftsbild. Dagegen sind die Flyschberge sanft und gleichmäßig geformt. Ganz im Süden des Naturparks ändert sich das Landschaftsbild dramatisch. Das Relief wird durch den Wechsel von senkrechten Schrattenkalkbänken und schiefrige mergelige Schichten geprägt.

Was ist Nagelfluh?

Nagelfluh ist hierbei die Bezeichnung für ein spezielles Gestein, das vor allem am Alpenrand zu finden ist. Es besteht aus Flusskieseln, die zu einem Konglomerat verbacken wurden – also ein Gestein, das aus vielen einzelnen Steinen aufgebaut ist. Es sieht so aus, als hätte man Nägel so tief in den Fels geschlagen, dass nur noch deren Köpfe heraus schauen. Im Naturpark wird der Nagelfluh auch „Herrgottsbeton“ genannt.